Gedanken-Bar - Lass uns austauschen!

In einer Bar kommt man zusammen, tauscht sich aus und erzählt. Dies ist momentan leider nicht möglich, daher auch hier der Versuch eines neuen Weges.

Jeder von euch hat einen anderen Blickwinkel. Jeder sieht unsere Dörfer mit anderen Augen.

Wir möchten das, was ihr seht gern in unserer politischen Arbeit einbeziehen.

Was bewegt euch? Was seht ihr, das wir nicht sehen? Welche Lösungsansätze habt ihr, auf die wir nicht kommen? Welche Probleme sind uns verborgen, die für euch offensichtlich sind?

Schreibt uns, damit wir eure Anliegen aufnehmen können. Per E-Mail oder als Kommentar hier auf der Seite.

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Kommentare

Sascha Holzhauer
Vor 20 Tage

Zunächst vielen Dank für diese Möglichkeit des Austauschs!
Im Bericht vom DUT-Ausschuss schreibst Du, Andre, über eine "durchaus denkbare Erweiterung der Ausbaufläche in Richtung Friedhof", bei der "somit im Begegnungsverkehr der [dann breitere] Gehweg mit befahren werden könnte".
Zunächst ist das ein Nadelöhr Malsfelds schlechthin, weil es quasi die einzige Verbindung des Neubaugebietes mit dem Ortskern darstellt und zu Fuß z.B. von vielen Grundschülern, aber auch zum alltäglichen Einkauf genutzt wird. Momentan schätze ich die Situation sehr gefährlich ein und bin froh, dass es meines Wissens nach hier noch keine schwerwiegenden Unfälle gegeben hat. Die Kreuzung ist sehr schlecht einsehbar, was ankommende Fahrzeuge sowohl aus dem Eichenweg als auch aus dem Bilsenrain angeht, was eigentlich für Fußgänger aus allen Richtungen problematisch ist. Es kommt bereits jetzt regelmäßig vor, dass Autofahrer*innen, die aus dem Bilsenrain kommend Richtung Eichenweg weiterfahren wollen, über den Bordstein fahren. Fußgänger aus Richtung Eichenweg können von diesen Autofahrer*innen gar nicht gesehen werden, um eine Kollision sicher zu vermeiden. Wer die Problematik kennt, tastet sich als Fußgänger langsam um die Ecke (sonst wäre mir tatsächlich schon zwei-dreimal jemand über den Fuß gefahren).
Wird der Fußweg so gestaltet, dass er bewusst vom Autoverkehr genutzt werden soll, befürchte ich, dass sich die Situation weiter verschärft. Ganz davon abgesehen, dass eine beabsichtige Mitbenutzung des Gehweges durch PKW im Gegenverkehr schlicht nicht erlaubt ist (§ 2 Abs. 1 StVO: "Fahrzeuge müssen die Fahrbahnen benutzen, von zwei Fahrbahnen die rechte."). Es gibt Gerichtsverfahren, bei denen die Kommune zu Maßnahmen verpflichtet wird, die das Befahren des Geweges (auch und gerade bei niveaugleichem Gehweg) berhindern (https://recht-energisch.de/2019/12/17/autofahren-auf-dem-buergersteig/). Im drastischen Fall hieße das, dass die Kirchstraße zum Eichenweg irgendwann Einbahnstraße werden müsste, wenn das Konzept der Muldenrinne umgesetzt würde.
Ich möchte also dafür plädieren, die Sicherheit der Fußgänger*innen an dieser Kreuzung zu erhöhen und eine Trennung von Fuß- und PKW-Verkehr vorzusehen. Als Möglichkeiten sehe ich eine Verlagerung des Fußweges auf die andere Straßenseite (ein Zebrastreifen besteht im Eichenweg bereits, und auf Kirchenseite würde mehr Platz für eine besser einsehbare und sicherere Fußwegführung zur Verfügung stehen), Einbahnstraßenregelung für Kirchenstraße RIchtung Bilsenrain (hier gab es ja schon mal eine kurzzeitige Regelung, aber in die andere Richtung, wenn ich mich richtig erinnere), ein Verhindern des Fußwegbefahrens an der kritischen Stelle mit Poller, ein Zebrastreifen oder zumindest eine bauliche Maßnahme, die sehr vorsichtiges Fahren erfordert.Ein hilfreiche Broschüre scheint mir diese zu sein: https://www.dvr.de/fileadmin/downloads/verkehrssicherheit-fuer-entscheider/Verkehrssicherheit-fuer-Entscheider_Sicher-Ueberqueren-durch-gute-Sichtbeziehungen.pdf. Jetzt bin ich gespannt auf die Diskussion.

Hallo Sascha, Danke für deine Anregungen hier zu diesem Thema. Ein Zebrastreifen wurde bereits diskutiert. Dieser wird aber nicht kommen, da Hessenmobil das von der Menge des durchfahrenden Verkehres Abhängig macht und der ist dafür nicht ausreichend. Auch Poller oder ähnliche Maßnahmen werden in diesem Bereich nicht umgesetzt werden. Ich sehe genauso die Beeinträchtigung als Fußgänger in diesem Bereich und hoffe hier wird, wenn es soweit ist eine vernünftige Lösung gefunden. Die Stelle ist sicherlich nicht einfach zu planen, da der gegebene Raum auf beiden Seiten eingeschränkt ist. Der Schutz des "schwächsten" Verkehrsteilnehmers, also des Fußgängers, sollte hierbei aber höchste Priorität haben.

Zusätzlich muss aber auch auf die Bedürfnisse der ansässigen Landwirte und Unternehmen Rücksicht genommen werden und diese müssen die Möglichkeit erhalten ihre Bedenken und Anregungen in die Planung einbringen zu können.